Der Jahrgang 8 erkundet Laubach
- vor 2 Tagen
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Eine Reise durch die Jahrhunderte direkt vor der Haustür
„Warum in die Ferne schweifen?“, möchte man angesichts der Fülle an Angeboten, die die Stadt Laubach an außerschulischen Lernorten zu bieten hat, fragen. Konzentriert in der Innenstadt finden sich mit dem Schlossmuseum, der Schlossbibliothek und dem Heimatmuseum Fridericianum attraktive Ziele, die sich fußläufig gut erreichen lassen.
Der Jahrgang 8 der Friedrich-Magnus-Gesamtschule hatte am „Projekttag LaubACHT“ Gelegenheit, sich intensiv mit der Geschichte direkt vor der Haustür zu beschäftigen. Traditionell stellt dieser Jahrgang die 14-jährigen Jungen, die beim Laubacher Ausschussfest den „Kleinen Hammel“ schießen. Mittlerweile werden alle Jungen der Kernstadt und aus den Stadtteilen sowie alle Schülerinnen und Schüler der FMG dieser Altersgruppe einbezogen, die Mädchen allerdings nicht in schießender Funktion.
Der Projekttag begann mit der Vorstellung der Historie des Ausschussfestes durch den amtierenden Hauptmann der Ausschussgesellschaft Sven Feuchert und seinen Adjutanten Ulrich Rühl. Das Fest hat seinen Ursprung im Jahr 1540. Der beste Schütze bekam vom Grafen zu Solms-Laubach einen lebenden Hammel gestiftet.
Aktuell heißt der Graf Karl Georg und begrüßte die Achtklässlerinnen und -klässler auf dem Schlosshof. Nach seinem Grußwort teilten sich die Klassen auf verschiedene Stationen auf und begannen einen Rundlauf.
Im Heimatmuseum Fridericianum erfuhren die Jugendlichen im sogenannten Ausschusszimmer von Sven Feuchert viel zum Ausschussfest. Elisabeth Rößler, Ute Lotz und Hartmut Röschen präsentierten die weiteren Räume des liebevoll und lebendig gestalteten Museums. Sybille Bienefeld schickte die Schülerinnen und Schüler auf eine Rallye durch den neugotischen Museumsbau im Schloss. In einem anderen Schlossflügel brachte Traudel Wellenkötter mit den 90.000 Bänden der Schlossbibliothek die jungen Besucher zum Staunen. Auf dem Marktplatz berichtete Rüdiger Funk vom Schicksal der Laubacher Juden zur Zeit des Nationalsozialismus.
Organisator und Schulleitungsmitglied Jörg Steiß bedankte sich bei den engagierten Stationsleiterinnen und -leitern sehr herzlich. Sie hatten sich viel Zeit genommen und damit den Schülerinnen und Schülern diese eindrucksvolle Zeitreise vor Ort erst ermöglicht.





































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